Positionspapier des DFG-Präsidiums zur Zukunft der NFDI
Das Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich in einem Ende April 2026 veröffentlichten Papier zur Zukunft der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) positioniert.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Verstetigung und Weiterentwicklung der NFDI erfordert mindestens 115 Millionen Euro jährlich
- Wissenschaftsgeleiteter und Community-getriebener Charakter der NFDI soll erhalten bleiben
- Das DFG-Präsidium fordert die Sicherstellung einer stabilen Infrastruktur
- Im Rahmen einer neuen Bund-Länder-Vereinbarung ab 2029 sollen rechtliche Fragestellungen zur zukünftigen Verfasstheit der NFDI geklärt werden
Hinsichtlich der bevorstehenden Verhandlungen in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) bezieht das DFG-Präsidium Stellung für die zukünftige Verfasstheit der NFDI. Das DFG-Präsidium betont dabei, dass das „starke Wachstum im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI), geopolitische Spannungen und massive Abhängigkeiten von kommerziellen Akteuren“ die Notwendigkeit einer souveränen und resilienten Dateninfrastruktur in Europa unterstreichen.
Als Basis für die in der GWK anstehenden Beratungen dient dabei der Bericht des Wissenschaftsrats zur Strukturevaluation der NFDI aus dem Jahr 2025. Die aus dem Bericht hervorgehenden Empfehlungen beziehen sich dabei vor allem auf die Verstetigung der NFDI aber auch auf eine stärker zentralisierte Governance.
Verschiedene Einrichtungen des Göttingen Campus sind an 17 der derzeit 27 NFDI-Konsortien beteiligt. Die Göttingen eResearch Alliance als langjährig etablierter FDM-Hub für den Göttingen Campus unterstützt die NFDI auf dem Campus. Für weitere Informationen zur NFDI am Göttingen Campus besuchen Sie gerne unsere NFDI-Informationsseite oder kontaktieren Sie uns direkt via info@eresearch.uni-goettingen.de.
Quelle:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). (2026, 29. April). DFG-Präsidium legt Positionspapier zur Zukunft der NFDI vor. DFG. https://www.dfg.de/de/aktuelles/neuigkeiten-themen/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung-nr-13.